Fragen zu Kindern

Sozialgeld gibt es für Personen, die nicht erwerbsfähig sind. Ab 15 Jahre gilt man in der Regel als erwerbsfähig. Dass sie Schülerin ist, steht der Erwerbsfähigkeit vom Status her nicht entgegen. Wohnt Ihre Tochter noch bei Ihnen und kann sie ihren Lebensunterhalt nicht durch Einkommen oder Vermögen bestreiten, erhält sie also Arbeitslosengeld II.

Anspruch auf Kinderzuschlag besteht für Alleinerziehende und Elternpaare, wenn:
- sie mit ihren unverheirateten und unter 25 Jahre alten Kindern in einem gemeinsamen Haushalt leben und Kindergeld für diese Kinder beziehen,
- die monatlichen Einnahmen der Eltern die Mindesteinkommensgrenze in Höhe von 900 € für Elternpaare bzw. 600 € für Alleinerziehende erreichen,
- das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigt und
- der Bedarf der Familie durch die Zahlung von Kinderzuschlag gedeckt ist, weshalb kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld besteht.
Die Höhe des Kinderzuschlages bemisst sich nach dem Einkommen und dem Vermögen der Eltern und Kinder. Er beträgt höchstens 170 € Euro pro Monat pro Kind.
Ein gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld bzw. Sozialhilfe und Kinderzuschlag ist nicht möglich.
Minderjährige können Kinderzuschlag beantragen, wenn sie das 15. Lebensjahr vollendet haben.
Wird der Kinderzuschlag von einem Vormund oder Betreuer beantragt, ist diese Eigenschaft durch einen Beschluss des Amtsgerichtes nachzuweisen und eine Kopie ist bei der Antragsabgabe beizufügen.
Wird der Antrag durch einen Bevollmächtigten gestellt, ist der schriftliche Nachweis der Vollmacht bei der Antragsabgabe beizufügen.

Für werdende Mütter wird auf Antrag ab der 13. Schwangerschaftswoche ein Mehrbedarf von 17 Prozent der maßgeblichen Regelleistung gewährt.

Ein minderjähriges Kind, das über Einkommen oder Vermögen verfügt, muss dieses einsetzen, somit auch das Sparguthaben. Allerdings gilt dies nur für den eigenen Lebensunterhalt und oberhalb bestimmter Vermögensfreigrenzen.

Die Regelung der Kinderbetreuung in Tagesstätten ist Aufgabe der Kommune. Die Träger der Grundsicherung sollen jedoch darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Leistungsberechtigte, die Kinder erziehen, vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird.

Sie haben darauf grundsätzlich keinen Anspruch. Im Einzelfall kann Ihre persönliche Ansprechpartnerin oder Ihr persönlicher Ansprechpartner jedoch - im Rahmen der Ausübung von pflichtgemäßem Ermessen - eine Übernahme befürworten (zum Beispiel bei Teilnahme an einer Trainingsmaßnahme). Dann werden die Betreuungskosten bis zu einer Höchstgrenze übernommen.